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Der individuelle Schreibtisch für jedes Büro

Schreibtisch Homme d'affaire et femme handicapé © aldegonde le compte
Für Büro- und Schreibarbeiten wurde der Schreibtisch erfunden. Zum Aufbewahren von Akten, Papier und Schreibutensilien besitzt dieses Möbelstück Fächer und Schubladen. Ein Schreibtisch sollte ausreichend Platz für alle wichtigen Arbeitsgeräte wie Computer, Drucker, Telefon, Scanner etc. bieten. Darüber hinaus ist es praktisch, wenn der Schreibtisch nicht nur Platz für Tastatur und Maus bereit hält, sondern neben der Fläche für die Technik ebenso die Möglichkeit bietet, etwas handschriftlich aufzuzeichnen.

Vorläufer des Schreibtisches ist der Sekretär, eine Art Schreibschrank. Er funktioniert sowohl als Schrank, als auch als Schreibtisch. Durch das öffnen einer waagerecht angebrachten Türklappe, wird die Schreibfläche geschaffen. Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert galt der Sekretär als Luxusobjekt und war fast nur in Frankreich verbreitet. In Salons und privaten Bibliotheken wurden diese Möbelstücke unter anderem zu repräsentativen Zwecken aufgestellt. Das Bureau plat trat gegen Ende des 17. Jahrhunderts in Erscheinung. Es handelt sich um einen eher langen eleganten Tisch, der unter der Tischplatte drei flache Schubladen besitzt. Der Cartonniere war ein danebenstehender schmaler Schrank. Das Zylinderbureau erschien im 18. Jahrhundert und gehörte zu den wichtigsten Möbeln der Pariser Tischlerkunst. Die Fächer und Schubladen dieses Möbelstücks befanden sich hinter einer Art Rollo. Auch die heutige Schreibtisch-Form war zu dieser Zeit bereits verbreitet: Unter der Schreibtischplatte befindet sich eine oder mehrere Schubladen und seitlich gibt es weitere Fächer und Schubladen, die nicht selten bis fast zum Boden reichen.

Der Schreibtisch heute

Der Sekretär als Schreibtisch kommt heute nur noch in wenigen Fällen zum Einsatz. Moderne Schreibtische orientieren sich funktional oft an Dienstleistungsunternehmen. In den Zwanzigern erschuf Marcel Breuer das Stahlrohrmodell mit einseitigem Schubladenblock. Technologische Veränderungen im Büro, die Benutzung von Computer, Drucker, Scanner u. ä. brauch jedoch weitaus mehr Platz als es damals der Fall war. Deshalb werden die heutigen Schreibtische in den Maßen weitaus umfangreicher gebaut als damals. Außerdem sind immer mehr Schreibtische höhenverstellbar. Der Nutzen eines höhenverstellbaren Schreibtisches ist offensichtlich: Durch die verstellbare Arbeitsfläche werden individuelle Bedürfnisse erfüllt und dadurch für den am Schreibtisch arbeitenden Menschen mehr Komfort erreicht. Falls sich in einem Haushalt kein Schreibtisch befindet, wird für Schreibarbeiten oft der Wohnzimmer- oder Küchentisch benutzt. Ordnungsliebe in Japan: Einige Japaner schätzen es sehr, am Ende des Arbeitstages eine leere Arbeitsfläche zu hinterlassen.

Schreibtische als Denkmäler: Besonders von Schriftstellern und Philosophen wird der Schreibtisch mit dem jeweiligen Werk assoziiert. In Frankfurt ist Theodor Adornos Schreibtisch öffentlich in einem Glaskasten ausgestellt. Außerdem sind die Arbeitszimmer von Ernst Jünger und Ernst Bloch öffentlich zugänglich.