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Die Vielfalt der Matratzen

Matratzen Lattenrost mit Matratze © Alterfalter
Einen Großteil seines Lebens verbringt der Mensch schlafend. Daher erkannte er bereits früh, dass der Schlaf auf dem harten Boden unangenehm ist und suchte nach Lösungen. Schon im Altertum verwendeten die Menschen für einen möglichst wohltuenden Schlaf Bodenkissen, die beispielsweise mit Wolle oder anderen pflanzlichen Naturfasern gefüllt waren. Als besonderes Vorbild dienten dabei womöglich die römischen Varianten, weshalb sich das italienische Wort matarazzo für Bodenkissen auch im heutigen Sprachgebrach in Form von Matratze durchsetzte. Die Römer verwendeten nicht nur Wolle oder Pflanzenfasern, sondern zum Teil auch Gänse- oder Schwanfedern für ihre Schlafunterlagen. Damit waren sie äußerst bequem und sorgten für guten Schlaf. Solche provisorischen Varianten der Matratze fanden bis in die Neuzeit hinein zumindest beim gemeinen Volk Verwendung. Der Adel hingegen konnte sich schon etwas eher den Luxus von professionell durch einen Sattler gefertigten Matratzen gönnen. Heute befinden sich in jedem Haushalt hochwertige Matratzen. Sie bestehen jedoch nicht mehr nur aus einfachen gefüllten Stoffen, sondern sind meistens mehrschichtig. Hauptsächlich besitzen moderne Matratzen einen ummantelten Kern aus Schaumstoff, Federkern oder ähnlichem. Die Ummantelung ist dabei häufig mit Baumwollen oder anderen Stoffen versteppt, sodass die Optik eines Polsters entsteht. Außerdem gibt es mittlerweile viele Matratzen mit abnehmbarem Bezug. Auf diese Weise sind sie leichter zu reinigen und damit hygienischer. Weiterhin sind in die Liegepolster mehrere Liegezonen eingearbeitet, um den verschiedenen Körperregionen gerecht zu werden.


Die verschiedenen Ausführungen von Matratzen

Um die Matratze an individuelle Bedürfnisse anzupassen, haben Wissenschaftler die unterschiedlichsten Varianten von 0,7 mal 1,4 bis zwei mal zwei Meter entwickelt. Als besonders wichtig für den Schlafkomfort gelten jedoch der Härtegrad und die Art der Matratze. Die Härtegrade sind generell eingeteilt in weich, mittel und hart, wobei Personen mit höherem Gewicht die härteren Matratzen wählen sollten. Allerdings spielen auch andere Faktoren wie Gesundheitszustand, Schlafgewohnheiten oder das Alter eine wichtige Rolle, so dass man zusätzlich zwischen verschiedenen Matratzentypen entscheiden kann. Am bekanntesten ist dabei die Federnkernmatratze mit Stahlfedernkern, die je nach verwendeten Federn unterschiedliche Elastizitäten aufweist. Durch den Einsatz diverser Federtypen sind sie leicht in Liegezonen zu unterteilen. Außerdem transportieren sie die Feuchtigkeit gut und sind günstig. Allerdings passen sie sich weniger gut an kritische Körperbereiche wie Schultern an. Besser sind dann Latexmatratzen oder Schaumstoffmatratzen, die zu dem auch für höhenverstellbare Lattenroste gut geeignet sind. Sie besitzen jedoch manchmal einen unangenehmen Eigengeruch und sind sehr schwer. Auch spezielle Naturmatratzen aus oder Wasserbetten sind möglich. Welche jedoch die geeignetste für den persönlichen Schlaf ist, sollte am besten in einem Fachgeschäft ausprobiert werden.