Offene Kamine
Close-up of stone fireplace in log cabin with blazing fire © Close Encounters
Kamine dienen seit Jahrhunderten dem Menschen
als Wärme- und auch Lichtquelle. Sie sind in das Mauerwerk eines
Hauses eingearbeitet und bestehen aus Stein oder Metallplatten die
einen aus der Mauer hervorspringenden Raum bilden, indem das
Brennmaterial verbrannt wird. Der Begriff Kamin kommt aus dem
lateinischen "caminus" und bedeutet Ofen. Ein Kamin hat neben
seinem praktischen Nutzen häufig auch einen ästhetischen, so sind
viele von ihnen kunstvoll gestaltet und bieten viele Details oder
Ablagefläche für Gegenstände.
Man unterscheidet Kamine in zwei Gruppen. Die ursprünglichen,
offenen Kamine und die moderneren, Geschlossenen. Bis weit in das
19. Jahrehundert waren offene Kamine häufig die einzige Wärmequelle
für einzelne Räume, die man Kemenate nannte. Die restlichen Räume
und Abschnitte eines Hauses waren unbeheizt. Neben dem Wärmeaspekt
wirkt sich ein Kamin seit je her auch auf die Wohnstimmung aus. Ein
Kamin wirkt gastlich und wohnlich, darüberhinaus macht er als aus
der Wand hervorstehendes Element einen dekorativen Wert des Raumes
aus. Kamine bestehen gewöhnlich aus Stein, Mamor oder Kacheln. Mit
der Zeit wurden häufig auch Metallplatten in die Innenwände des
Kamins integriert, um die Wärmeabstrahlung zu erhöhen. Kaminöfen
mit Schornstein sind jedoch effektiver, als gewöhnliche offene
Kamine. Durch den sogenannten Kamineffekt wird die niedere, kalte
Luft im Raum angesogen, im Kamin erwärmt und in den Raum wieder
abgegeben, jedoch bleibt die Begrenzung der Wärmeausbeute auf nur
einen Raum weiterhin bestehen. Darüber hinaus sind Kamine natürlich allen Fakten zum Trotz ein wunderschönes Gestaltungselement für jedes Wohnzimmer. Die Gemütlichkeit eines geschlossenen Kamines in direkter Nähe zum
Sofa im Wohnzimmer ist unübertroffen. Kein Wunder also, dass Kamine in der heutigen Zeit Hochkonjunktur haben und in viele Haushalte einziehen, um Wärme und Behaglichkeit zu spenden.
Geschlossene Kamine
Eine Weiterentwicklung des antiquirten, offenen Kamins stellt der
geschlossene Kamin dar. Er steht in ästhetik und Form dem älteren
Prinzip in nichts nach, ist jedoch effektiver und sicherer, da
Wohnbereich und Heizbereich voneinander getrennt sind, sowie die
Strömungsführung von Frischluftzufuhr und Rauchgasen wesentlich
besser ist. Als Wärmeenergieträger dient in diesem Fall Wasser, das
im Kamin erhitzt wird und Wärme effektiver und weitreichender
abstrahlt. über Heizwasserleitungen gelangt dann das erwärmte
Wasser schließlich in alle übrigen Räume, wodurch eine
Zentralheizung möglich wurde und dadurch die Wärmeabgabe sich nicht
mehr auf den Kaminraum allein beschränkte. Heutzutage wird dieses
System entweder als Hauptheizungssystem oder zur Auslastung eines
bestehenden Systems (Warm-Wasser-Heizung / Gasheizung) eingesetzt.
Die meisten modernen, geschlossenen Kamine besitzen die
Möglichkeit, durch eine verschiebbare, feuerfeste Scheibe
(sogenannte Feuerraumtür), die Begrenzung zwischen Wohn- und
Heizbereich des Kamins vorrübergehend aufzuheben. Preislich
variieren die Angebote stark und beginnen bei einem Preis von
500-1000 € aufwärts. Die geschlossenen Kamine folgen, anders als
die offenen, eher modernen Design- und Wohnaspekten und werden
häufig in kantigen, minimalistischen oder abstrakten Formen
angeboten.